Er kommt – aber später!

Am 19. April hätte Christian Springer im Bayreuther Becher Bräu mit seinem aktuellen Programm „Trotzdem“ auftreten sollen. Doch die Veranstaltung muss verschoben werden – aus einem wichtigen Grund. Christian Springer wendet sich daher selbst an sein Publikum:

Liebes Bayreuther Publikum, liebe Veranstalter, am 19. April wäre ich bei Ihnen gewesen. So war es angekündigt, und so haben Sie bereits Ihren Babysitter organisiert und alles andere in die Wege geleitet – damit Sie mein aktuelles Soloprogramm sehen können. Jetzt werde ich aber an diesem Abend ganz woanders sein. Wie viele von Ihnen wissen, habe ich 2011 den Verein Orienthelfer e.V. gegründet, um syrischen Flüchtlingen vor Ort zu helfen. Niemals hätte ich geglaubt, dass sich die Not über sieben Jahre hinziehen wird. Nun wird genau in den Tagen meines geplanten Gastspiels eine Delegation der bayerischen Staatsregierung in den Libanon reisen, um eines unserer Projekte zu besuchen, das uns der Freistaat Bayern spendet: Hunderte syrischer Mädchen und Buben erhalten eine Ausbildung in verschiedenen Handwerksberufen. Ich muss hier dringend vor Ort sein. Daher bitte ich Sie um Verständnis für die kurzfristige Verschiebung. Ein humanitäres Hilfsprojekt hat Vorrang vor dem gekauften Ticket? In diesem Fall: Ja. Auch deswegen, weil ich glaube, dass Sie es verstehen. Ich werde beim Nachholtermin davon berichten und danke Ihnen im Voraus sehr dafür.

Ihr Christian Springer

Christian Springer kommt jetzt am 15. Mai 2018 nach Bayreuth und spielt eine Vorpremiere seines brandneuen Programms „“ALLE MACHEN, KEINER TUT WAS“!“ im Bayreuther Becher Bräu. Die Veranstaltung beginnt um 20.00 Uhr, der Einlass ist ab 18.30 Uhr. Tickets gibt es online unter www.motion-ticket.de, bei Eventim sowie an allen bekannten VVK-Stellen.

 

INFO:

Alle machen, keiner tut was (Vorpremiere)

Das neue Kabarett-Solo

Christian Springer steht auf der Bühne und erzählt. Und das haut rein, das sitzt. Seine lässige Art, Kabarett zu machen, ist nichts für Hardcore-Deppen. Er fordert uns zum Mitdenken auf, und er reißt mit, dabei ist er wütend, rotwangig, bös und höchst skurril. Ob Politik oder die Fallgruben unseres Alltags, der Gastgeber der BR„schlachthof“-Sendung bleibt immer hochaktuell. Sein hohes Tempo auf der Bühne bringt ihm einen Spitznamen ein: der „Turbo-Bayer“.  Stillstand nervt ihn: „Wir staunen über Ameisenhaufen. Toll, wie es da wuselt. Völliger Unsinn. Vierzig Prozent der Ameisen tun nichts. Absolut nichts. Und wir sind schlimmer.“ Christian Springer zählt zu den engagiertesten Kabarettisten unserer Zeit und kann Wichtigtuer und Großmäuler nicht leiden. Seine Zielscheibe sind die „Gschaftlhuber“, und alle die, die nach unten treten. Er geht selbst dorthin, wo größte Not herrscht – dahin, wo andere wegsehen. Denn er hilft mit seinem Verein „Orienthelfer“ seit Jahren den Opfern des Syrienkrieges, und ist alle paar Wochen selbst vor Ort. Wenn es sein muß, schreibt er einen 80-Seiten-Brief an seinen Ministerpräsidenten, spricht im Europarat vor den höchsten Entscheidungsträgern und zeigt auf, wo was im Argen liegt. „Alle machen, keiner tut was“ ist Kabarett, das man nicht so schnell vergisst.  Es macht Sinn. Es macht Laune. Es macht Mut.