Hubert von Goisern kommt nach Kulmbach

Das Plassenburg Open-Air 2026 hat noch nicht begonnen, da steht schon das erste Konzert für kommendes Jahr in den Startlöchern – und das hat es direkt in sich: Mit Hubert von Goisern geht einer der prägendsten Künstler des modernen Alpenrock nach langer Pause wieder auf Tour und kommt am 14. Juli 2027 auch nach Kulmbach. Der Vorverkauf startet am Freitag, den 10. April 2026.

Rekordverdächtige 6500 Tickets sind für das diesjährige Festival auf der Plassenburg bislang abgesetzt, der erste Tag von „Amadeus Rockt“ ist bereits ausverkauft und auch für den Zusatztermin sowie das Konzert von Martina Schwarzmann gibt es nur noch Restkarten. Um so mehr freuen wir uns, dass auch das erste Konzert für 2027 bereits feststeht. Mit Hubert von Goisern kommt im kommenden Jahr ein absoluter Ausnahmekünstler nach sage und schreibe 23 Jahren zurück auf die Plassenburg.

Hubert von Goisern hat nie das gemacht, was von ihm erwartet wurde, und war damit konsequent erfolgreich. Seine ersten musikalischen Gehversuche machte von Goisern, der bürgerlich Hubert Achleitner heißt, mit 16 Jahren in der örtlichen Blaskapelle. Meinungsverschiedenheiten mit dem Kapellmeister bezüglich des redundanten Repertoires und wegen Huberts damals schulterlangen Haaren führten drei Jahre später zum Hinauswurf. In seinen Zwanzigern verbrachte er ein paar Jahre in Südafrika, Kanada und auf den Philippinen, um einen neuen Zugang zu Volksmusik zu suchen. Nach seinem Musikstudium in Wien griff er 1986 erstmals zur Ziehharmonika und gründete mit Wolfgang Staribacher „Die Alpinkatzen“, die später um Keyboarder Stefan Engel, Schlagzeuger Wolfgang Maier, Gitarrist Reinhard Stranzinger sowie Sängerin und Jodlerin Sabine Kapfinger erweitert wurden. Mit ihnen ging Goisern in den 90ern auch außerhalb Österreichs auf Tour – und stattete dabei auch der legendären Kulmbacher Musik-Kneipe Pinguin gerne mal einen Besuch ab.
1995 wagte von Goisern einen Ausflug in die Filmwelt gab sein Schauspieldebüt im TV-Film „Hölleisengretl“ und komponierte die Filmmusik für Joseph Vilsmaiers Kinofilm „Schlafes Bruder“. Anschließend zog sich Hubert von Goisern weitestgehend aus der Musikszene zurück und widmete sich voll und ganz der Tibet-Hilfe. Inspiriert von seinen Reisen sowie den Erzählungen von Schimpansenforscherin Jane Goodall entstanden die beiden Alben „Gombe“ und „Inexil“, letzteres ausschließlich mit tibetanischen Volksliedern. Vier Jahre später nahm er dann wieder eigene Kompositionen in Angriff und tourte mit dem Album „Fön“ und neuer Band zum ersten Mal nach sieben Jahren durch den deutschsprachigen Raum. 2007 startete der Musiker seine legendäre Linz-Europa-Tournee: Innerhalb von zwei Jahren schippert er auf einem zur Bühne umgebauten Frachtschiff zunächst Donau abwärts bis zum Schwarzen Meer, über den Rhein-Main-Donau-Kanal nach Westen bis nach Rotterdam. Schon bei der ersten Runde tritt er vor insgesamt 80.000 Zuschauern auf. Seinen bisher größten Erfolg feiert Hubert von Goisern dann 2011 mit dem Album „Entwederundoder“ und der Hitsingle „Brenna tuats guat“, die sich 5 Wochen an der Spitze der österreichischen Single-Charts hielt.
Nach einer kreativen Pause erschien 2020 das neue Album „Zeiten & Zeichen“, mit dem es nach der Pandemie auch auf ausgedehnte Livetour ging. Nach dreijähriger Live-Pause kehrt von Goisern 2027 mit seinem neuen Programm „Zu laut“ zurück – mit alten Hits und vielen neuen Songs: „Ich weiß, dass sich manche freuen würden, wenn ich einfach nur vertraute Lieder spielen würde. Aber ich habe genug damit zu tun, meine eigenen Erwartungen zu erfüllen. Außerdem gibt es auch jene, die enttäuscht wären, fiele mir nichts Neues ein.“ Hubert von Goisern bleibt ein Meister des Stilbruchs – mal fließend, mal radikal. Die Vergänglichkeit als Konstante schwingt dabei stets mit: „Heast as nit, wia die Zeit vergeht…?“

Hubert von Goisern ist mit seiner „ZU LAUT!“-Tour am Mittwoch, den 14. Juli 2027 zu Gast beim Plassenburg Open-Air. Das Konzert beginnt um 20 Uhr, Einlass ist ab 19 Uhr. Tickets gibt es ab Freitag, den 10. April 2026 exklusiv im Ticketshop unter www.hubertvongoisern.com und ab dem 18. April auch an allen bekannten Vorverkaufsstellen.